WSBK: Melandri „Es kommt alles auf das Gefühl an“

Für Yamaha begann die Superbike-WM-Saison 2019 mit einem Podiumsplatz, auch wenn dieser nicht an einen der Werksfahrer ging. Marco Melandri fuhr beim ersten Lauf auf die dritte Position. Dementsprechend happy war der Italiener, der nach zwei Jahren mit Ducati wieder auf der R1 sitzt.

Im Superpole-Rennen habe ich viele Positionen verloren und musste mich zurückkämpfen. Dafür war das Rennen allerdings zu kurz. In Lauf zwei hatte ich einen guten Start und anfangs auch eine gute Pace. Dann war ich an den Kawasaki-Jungs dran und versuchte abzuwarten, denn für die Reifen war es ein sehr schwieriges Rennen. Als Johnny (Rea) an Leon (Haslam) vorbeiging, versuchte ich zu pushen, aber da hat mich der Hinterreifen verlassen und es war unmöglich schneller zu werden. Ich musste meine Pace um anderthalb Sekunden verringern und irgendwie das Rennen beenden.“

Obwohl Melandri in Lauf zwei das Podium verpasste und neben den Kawasakis auch Michael van der Mark und Alex Lowes passieren lassen musste, ist der Italiener zufrieden: „Für uns war es ein sehr gutes Wochenende, denn der Winter war sehr schwierig. Jetzt im Rennen lief es anders und ich fühle mich wohler. Ich denke, dass es Rennen für Rennen besser werden wird.“

Melandri gilt mit seinen 36 Jahren als einer der routiniertesten Fahrer im Superbike-Feld. Dementsprechend interessiert waren die Medien nach dem ersten Wochenende an seiner Meinung zur neuen Superpole-Rennen-Regelung: „Natürlich sind das ganz schön viele Rennen. Das Sprintrennen ist sehr kurz. Dadurch können auch die um das Podium kämpfen, die das sonst nicht können“, so Melandri. Gegenüber worldsbk.com verriet er außerdem, dass es nicht einfach sei, einen kühlen Kopf zu bewahren: „Es kommt alles auf das Gefühl mit dem Bike an. Wenn man sich wohl fühlt, ist es einfach ruhig zu bleiben. Man kann einfach mal noch eine Runde warten und beim fahren mehr nachdenken. Wenn man aber lediglich versucht zu folgen und die Vorderleute einzuholen, dann hat man nie Zeit zum durchschnaufen. Man gibt dann wie im Qualifying permanent alles.“

Melandri ging aus dem ersten Rennwochenende als WM-Dritter hervor. Dadurch liegen in der Meisterschaft drei unterschiedliche Marken vorn. Schaut man sich die Ergebnisse des Vorjahres an, kann diese Dreierkonstellation auch beim nächsten Rennen in Thailand (15.-17.März) eine Rolle spielen. 2018 holten Michael van der Mark und Alex Lowes für Yamaha die ersten Podiumsergebnisse der Saison. Ob Melandri gut unterwegs sein wird, bleibt abzuwarten – nach zwei Auftaktsiegen verpasste er 2018 in beiden Rennen das Podest.

 

Text: Dominik

Foto: Yamaha Racing

 

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