WSSP-Assen: Christian Stange „muss mir die Zeit nehmen“

Für Christian Stange war das Rennwochenende von Assen nicht unbedingt einfach. Der Deutsche beendete das Supersport-Rennen in Assen als 18.

Stange, der seit Thailand im italienischen Team GEMAR – Ciociaria Corse unterwegs ist, zog ein sehr selbstkritisches Fazit nach dem zweiten Rennwochenende auf europäischem Boden: „Wir müssen der Sache ein bisschen mehr Zeit geben. Ich bin drei Jahre Kawasaki gefahren und bin hier mit dem neuen Motorrad in einer ganz anderen Situation angekommen. Ich muss mir die Zeit einfach nehmen, was nicht immer so einfach ist. Alle sagen immer ´Bleib entspannt. Es ist alles gut´. So bin ich auch ans WarmUp herangegangen und es hat funktioniert.“

Stange auf der Jagd nach Federico Fuligni (Foto: Dominik Lack)

Im WarmUp am Sonntag, in dem – wie schon das gesamte Wochenende über – mit 2 Grad Celsius sehr kühle Asphalttemperaturen herrschten, schaffte Stange den 21. Platz hinter dem Holländer Jamie van Sikkelerus. Im Rennen dann konnte er zunächst einen Platz gut machen, verlor dann aber wieder einiges.

„Das Rennen hab ich leider selbst vergeigt.“, gibt Stange zu. „Ich bin wegen eines dummen Verschalters und Verbremsers einmal weit gegangen. Das hat mich ein Paar Positionen gekostet und dann wollte ich krampfhaft die Gruppe vor mir erreichen. Das ging aber nicht. Hinten raus musste ich dann zügig entspannt zu Ende fahren.“ 

Stanges Resümee des gesamten Wochenendes, das er im übrigen erneut vor seinem Teamkollegen Alfonso Coppola abschloss, war eindeutig: „Ich glaube, von Freitag auf Samstag war irgendwie die Ruhe weg und ich wollte zu viel geändert haben. Alles zurückzubauen war aber völliger Quatsch. Manchmal ist es als Fahrer echt nicht einfach. Man muss das Gefühl finden und die Unterschiede merken. Das ist das, was mir im Moment ein bisschen fehlt. Es wird aber immer besser.“

Weiter geht es im Mai in Imola, auf einer Strecke, die Stange noch nie betreten hat: „Es ist wohl eine extrem anspruchsvolle Strecke. Gerade da müssen wir entspannt bleiben.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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