WSSP: Imola- Der Kampf geht weiter!

Sehen wir im Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari in Imola eine Wiederholung des Supersport-Krimis aus Assen? Knapp einen Monat nach dem Sieg von Federico Caricasulo auf dem TT Circuit hofft der Italiener, auch vor seinem Heimpublikum ganz oben stehen zu können. Doch da haben einige etwas dagegen!

Zum Beispiel Randy Kummenacher. Der Schweizer geht als WM-Leader in die fünfte Saisonstation 2019. „Krummi“ war bisher dieses Jahr nie schlechter als auf Platz zwei unterwegs und hat 17 Punkte Vorsprung im Klassement! Sein Teamkollege Caricasulo (aktuell Platz 2) kennt aber Imola natürlich wie seine Westentasche und stand 2018 als Zweiter auf dem Podest. Krummi hingegen hat hier nur einen 5. Platz auf dem Konto.

Auch Jules Cluzel möchte ein Wörtchen um den Sieg mitreden, fehlt ihm 2019 bisher doch sogar ein Podium auf europäischem Boden! Der Vizeweltmeister liegt 31 WM-Punkte hinter Krummenacher und verpasste das Podest in Assen nur knapp. Für Imola stehen die Chancen des Franzosen gut: Cluzel gewann das Supersport-Rennen 2018.

Ein weiterer Kandidat für die Spitzengruppe ist Thomas Gradinger, der auf seinem Aufwärtstrend aufbauen möchte. Der Österreicher holte in Assen sein erstes WM-Podium und ist top motiviert (hier geht es zu unserem Interview mit Thomas Gradinger). Auch wenn es letztes Jahr mit Platz 12 in Imola nur mittelmäßig lief, kann Gradinger guter Dinge sein, dass die Grundeinstellung seiner Yamaha auch auf dieser Strecke für eine gute Performance reicht. 

Kawasaki hofft derweil endlich auf bessere Resultate. Zwar versprach Assen bereits ein Licht am Ende des Tunnels (Lucas Mahias fuhr mit +1,277 Sekunden Rückstand Platz 5 ein), doch jetzt muss sich zeigen, ob es tatsächlich einen Schritt nach vorn gegangen ist. Das hofft auch der Japaner Hikari Okubo, der bisher vor allem mit konstanten Ergebnissen auf sich aufmerksam machte! Okubo schaffte vier Top 8-Ergebnisse hintereinander. 

Ein weiterer Pilot, der die Yamaha-Dominanz brechen will, ist Raffaele de Rosa. Der Italiener konnte zwar mit seiner MV Agusta die Spitzengruppe in Assen auf Trab halten, stürzte jedoch. In Imola fuhr der 32-Jährige letztes Jahr auf das Podium. Das wäre für ihn auch in diesem Jahr wichtig, denn: In der WM liegt de Rosa nur auf Rang 8!

Auf Verbesserungen hoffen außerdem die Honda-Piloten im Feld. Hannes Soomer beispielsweise möchte seinen Ausfall aus Assen wieder gut machen und Jules Danilo als beste Honda schlagen. Chris Stange (GEMAR – Ciociaria Corse) ist noch auf der Suche nach Lockerheit auf dem Motorrad und hofft, dass er diese auf dem anspruchsvollen Kurs von Imola findet. Für sein Honda-Team ist es das Heimrennen!

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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