WSBK: Van der Mark plant Comeback, Camier braucht mehr Zeit

Verletzungen brauchen Zeit. Doch wie viel Zeit, das ist bei jedem Piloten und jeder Verletzung anders. Während Michael van der Mark nach seinem Handgelenksbruch schon wieder Comeback-Pläne schmiedet, ist bei Leon Camier an eine Rückkehr noch nicht zu denken.

Van der Mark plant sogar schon in Donington Park wieder am Start zu sein. Der Holländer, der im FP2 von Misano mit einem üblen Highsider abgestiegen war, war noch am selben Wochenende operiert worden. „Ich wusste sofort nach der Operation am Handgelenk, dass eine Rückkehr in Donington eine Möglichkeit sein würde. Deswegen arbeiten wir darauf hin“, so der 26-Jährige gegenüber Worldsbk.com. 

„Ich habe im Handgelenk keine Kraft verloren, was meine Hauptsorge gewesen ist. Die Beweglichkeit ist immer noch etwas eingeschränkt, aber ich hatte dafür seit Misano Physiotherapie. Das hat mein Training stark beeinflusst und ich konnte nicht mit der gleichen Intensität trainieren wie vor der Verletzung. Ich hoffe also, dass ich für das Wochenende für fit befunden werde“. Sollte Van der Mark nicht für fit erklärt werden, steht BSB-Pilot Tarran Mackenzie bereit, der für ihn einspringen und beim Heimrennen des Pata Yamaha Teams an der Seite von Alex Lowes antreten würde. 

Ein Pilot, der kein baldiges Comeback in Aussicht hat, ist Leon Camier. Der Brite, der seit Imola außer Gefecht ist, wird die nächsten Saisonstationen in Donington und Laguna Seca verpassen. Dies hatte sich entschieden, nachdem Camier erste Trainingsversuche mit einer Supermoto-Maschine unternommen hatte. Die Schmerzen und die fehlende Kraft in seiner linken Schulter seien einfach noch zu groß:

„Ich bin sehr enttäuscht darüber, zwei weitere Rennwochenenden zu verpassen, obwohl ich definitiv gute Fortschritte gemacht habe, mit denen auch mein Arzt sehr zufrieden ist.“, erklärt Camier, der zumindest wieder bei voller Beweglichkeit in der Schulter angekommen ist. Auch erste Kraftübungen stehen auf seinem Plan. „Leider ist das der Punkt, der mir noch immer Probleme macht. Ich habe ein Paar Runden mit der Supermoto gedreht, merke aber, dass ich noch nicht die Stärke und Stabilität beim Bremsen habe und dabei merklich Schmerzen bekomme“

In Jerez und Misano noch war Camier von Yuki Takahashi vertreten worden. Für Donington und Laguna Seca setzt das Moriwaki Honda-Team keinen zweiten Fahrer ein.

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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