WSBK-News: Melandri sagt „Arrivederci“

Gut einen Monat vor seinem 37. Geburtstag am 7. August, gab Marco Melandri auf einer Pressekonferenz in Mailand heute seinen Rücktritt vom aktiven Rennsport bekannt!

Wie der Italiener mitteilte sei ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen. „Jedes Märchen hat irgendwann mal ein Ende. Ich träumte schon immer davon Rennfahrer zu werden und bin es geworden. Ich hatte schon vor dem Imola-Wochenende eine Zeit lang daüber nachgedacht gehabt und es bedeutete viel Mut einen Schlussstrich zu ziehen, obwohl ich noch konkurrenzfähig bin.“

Über die genauen Beweggründe hüllte sich Melandri jedoch vorerst in Schweigen. „Mir fällt nun aber ein großer Stein vom Herzen, seitdem es raus ist. Ich fühle mich nun noch motivierter für die letzten Rennen und werde alles dafür geben, um auf einem hohen Level aufhören zu können“

Melandri kann auf eine eindrucksvolle Karriere zurückblicken, welche allerdings im jugendlichen Leichtsinn etwas „unrühmlich“ begann, als er 1999 im Kampf um den 125ccm Titel auf den Spanier Emilio Alzamora wartete, um ihn in einen Fehler zu treiben. Er wurde in dieser Saison hinter Alzamora mit einem Punkt Rückstand Vizeweltmeister. Danach stieg er in die 250ccm Klasse auf und wurde 3 Jahre später auf einer Werksaprilia Weltmeister, was ihn dazu brachte im Jahr 2003 in die MotoGP-WM aufzusteigen. Hier begann seine Karriere mit den großen Motorrädern auf einer Fortuna Yamaha, mit der er sich zwar nie richtig anfreundete, aber immerhin auf dem Podest landete. Erst im Jahr 2005 auf der Honda sollte ihm der große Durchbruch gelingen und er fuhr prombt zum Vize-Titel und zu insgesamt 5 MotoGP Siegen.

2011 wechselte Melandri die Rennserie und war in der Superbike-WM sofort konkurrenzfähig. Speziell die ersten beiden Jahre liefen für ihn gut und er zeigte eine hohe Flexibiliät, indem er für Yamaha den Vize-Titel und 2012 für BMW den 3. WM-Gesamtrang einfuhr. Aktuell hält Melandri bei Total 22 Siegen sowohl in der Superbike WM als auch in den MotoGP Klassen.

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

 

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*