Suzuka: Kawasaki-Team nach Protest zum Sieger ernannt

Ein Update gibt es vom 8-Stunden-Rennen von Suzuka zu vermelden. Das Kawasaki-Racing-Team bekam den Sieg nachträglich zugesprochen, nachdem man Protest eingelegt hatte.

Das Team um Jonathan Rea, Leon Haslam und Toprak Razgatlioglu sah schon wie der sichere Sieger des Langstrecken-Klassikers aus, bis es in die letzten Minuten ging. Nachdem Suzuki-Pilot Étienne Masson Öl auf der Strecke verteilt hatte, war das Rennen zunächst weiter gelaufen. Dann jedoch ging Rea als Führender auf seine letzte Runde und kam auf eben jener Ölspur zu Sturz. Die Rennleitung erkannte nun den Ernst der Lage und brach das Rennen ab. 

Da man annahm, Rea hätte sein Bike 5 Minuten nach Rennabbruch in die Boxengasse bringen müssen – dies schaffte er nicht – wurde Yamaha-Factory-Racing zum Sieger erklärt. Die Kawasaki-Mannschaft wollte das nicht auf sich beruhen lassen und brachte bei der Rennleitung vor, dass das Ergebnis der letzten gefahrenen Runde vor dem Abbruch gewertet werden müsse. Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass die 5-Minuten-Regel – anders als in der MotoGP oder Superbike-WM – in den Langstrecken-Regularien nicht verankert sei. 

Nach eingehender Prüfung des Falls entschied man sich dafür, das Kawasaki Racing Team zum Sieger zu ernennen. Mit auf dem Podium stehen somit Yamaha (Van der Mark, Lowes, Razgatlioglu) und Honda (Bradl, Takahashi, Kiyonari).

Hier geht es zur PDF des Rennergebnisses nach dem Protest

 

Text: Dominik Lack

Foto: Kawasaki Racing Team

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