WSSP: Back to Bayliss! Phillip Island-Wildcard für Weltmeistersohn

Beim Saisonauftakt auf Phillip Island wird ein prominenter Name in der Starterliste der Supersport-WM zu finden sein. Oli Bayliss tritt mit einer Wildcard das Erbe seines Vaters an.

Der 16-Jährige pilotiert eine Yamaha R6 im Cube Racing Team. Bayliss, der in der australischen Supersport 300-Klasse auf dem Podest stand, ist momentan in seiner zweiten 600er Saison. Die WM-Wildcard wird eine Premiere:

„Ich bin sehr aufgeregt und dankbar, dass ich die Chance habe, als Wildcard-Fahrer zum ersten Mal auf dem Phillip Island Grand Prix Circuit in der Supersport-WMzu fahren. Es wird sehr schwierig werden, weil die Jungs über die Jahre sehr schnell waren. Es wird aber eine großartige Gelegenheit sein, mit einigen der schnellsten Fahrern der Welt zu fahren und zu sehen, wie ich mich unter ihnen platzieren kann.”, freute sich Bayliss.

Phillip Island ist für die Familie Bayliss ein besonderes Pflaster. Hier gab auch Vater Troy Bayliss (dreifacher Superbike-Weltmeister und Rennsieger in der MotoGP) sein Debüt. Sechs Siege feierte er bei seinem Heimrennen und fuhr dort auch im Jahr seines letzten WM-Einsatzes in die Punkte. Sein Sohn will nun alles dafür tun, um bei seinem ersten Auftritt auf der WM-Bühne eine gute Figur abzugeben:

„Ich werde sehr hart trainieren, um für dieses Rennen fit zu sein. Mein bester Freund und ehemaliger Teamkollege Tom Toparis hat in den letzten zwei Jahren eine Wildcard absolviert. Dieses Jahr fährt er für ein Team die Europarennen und ich dachte: ´Dann werde ich es versuchen`.“ Bezüglich seines Vaters meint Oli Bayliss: „Als mein Vater in der Superbike-WM fuhr, bin ich mit vielen Mechanikern aufgewachsen, die noch im Fahrerlager sind. Sie könnten mir sicher ein bisschen helfen. Die Hauptsache ist, da raus zu gehen und alles zu geben.“

In der Supersport-WM waren in der Vergangenheit immer wieder australische Fahrer erfolgreich. Chris Vermeulen, Karl Muggeridge und Andrew Pitt teilen vier australische Weltmeistertitel. Auf Phillip Island konnten in der Vergangenheit außerdem Kevin Curtain (3x) und Josh Brookes (1x) gewinnen. In der permanenten Startliste für 2020 steht mit Tom Toparis allerdings nur ein einziger australischer Pilot.

 

Text: Dominik Lack

Foto: WorldSBK.com

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