WSBK: Dorna-Statement – So viele Rennen wie möglich fahren

Es war einige Zeit lang still geworden bei der Dorna hinsichtlich der aktuellen Motorsport-Situation. Haute gab es nun ein offizielles Statement, in dem sich die Vermarktungsfirma der MotoGP und Superbike-WM zum Coronavirus und dem Kurs äußerte, den man momentan noch fahren möchte.

Mehrfach war der Rennkalender in den letzten zwei Monaten überarbeitet worden. Momentan ist bezüglich der Superbikes klar: Im April wird kein Rennen stattfinden und die Mai-Veranstaltungen (Imola und Aragón) sind inoffiziell eigentlich auch schon gestrichen. Während in der MotoGP – zumindest theoretisch – der Sachsenring-GP (21. Juni) als Saisonstart angepeilt ist, lässt man sich bei den Superbikes noch Zeit mit weiteren Verkündungen. Ein einheitlicher Kurs fehlt, was zusätzlich noch mehr Fragezeichen bei den Fans aufwirft, als ohnehin schon angesichts der Weltlage bestehen. 

Im Statement der Dorna heißt es aber zumindest weiterhin, dass „der Rennsport im Jahr 2020 […] oberste Priorität hat.“ Gleichzeitig versichert man, dass man in ständigem Austausch mit dem Weltverband (FIM), dem Teamverband (IRTA) sowie den Veranstaltern sei. Das Ziel bestehe darin, so viele Rennen wie möglich zu absolvieren, aber erst, wenn die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet sei:

„Die Priorität aller Beteiligten ist es, sicher Rennen zu fahren und unseren Fans mehr von dem zu bringen, was sie lieben: Motorradrennen.“ 

Ausschlaggebend für eine Sicherheitseinschätzung sind  die Bestimmungen durch die Länderregierungen, an die sich die Dorna von Beginn der Pandemie an so gut es ging halten wollte. Dazu gehören auch die Reisebeschränkungen, die auch bei der Lockerung nationaler Maßnahmen weiter bestehen könnten.

Auch wenn sich CEO Carmelo Ezpeleta in einigen Medieninterviews eher pessimistisch zur Saison 2020 äußerte, betont man in der offiziellen Ansage, dass die Absage wirklich nur der Worst-Case sei:

„Wenn die Pandemie unser Leben und unseren Sport länger auf Eis legt, als jeder von uns erwarten kann und Reisebeschränkungen bestehen bleiben, würde Dorna Sports nur als letztes Mittel in Betracht ziehen, die Absage der Saison 2020 mit der FIM, IRTA und der MSMA zu besprechen.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: WorldSBK.com

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