Neben den Superbike-WM-Piloten waren in Misano auch einige Supersport-Teams zu Gast. Aus deutschsprachiger Sicht besonders erfreulich: Philipp Öttl war sehr schnell unterwegs.

Nachdem er bereits am ersten Tag die Nase vorn gehabt hatte, konnte sich Öttl am zweiten Tag noch einmal steigern. Der Deutsche legte mit seiner brandneuen Kawasaki ZX-6R eine 1:37,711 hin. Damit fehlten ihm nur knapp zwei Zehntel auf den Supersport-Streckenrekord von Jules Cluzel (2015).

Öttl arbeitete an verschiedenen Dingen. „Es waren hier in Misano zwei sehr wichtige Tage. Gestern haben wir uns auf die Federung fokussiert, heute Morgen haben wir neue Reifen getestet. Am Nachmittag dann haben wir weiter an der Federung und auch an den Bremsen gearbeitet.“, erklärte er und fügte hinzu: „Ich war konstant schnell und das ist vor dem ersten Rennen wichtig.“ Für Öttl geht es nun nach Mugello, einer Strecke, die er noch aus seiner GP-Zeit kennt. Dort absolviert er einen Gaststart in der italienischen Meisterschaft (CIV).

Platz zwei belegte in der Zeitenliste Steven Odendaal (Yamaha). Der Südafrikaner verlor 0,084 Sekunden auf Öttl. Randy Krummenaher belegte Platz drei und konnte ebenfalls in die 1:37er Rundenzeiten vordringen. Der Schweizer gab sein WM-Comeback nach fast einem Jahr Pause. „Das Ziel ist klar: Ich möchte den Titel zurückholen.“, erklärte „Krummi“ im Interview mit WorldSBK.com.

Can Öncü (Kawasaki) konnte die Pace der Sptzenfahrer derweil nicht gehen und wurde nach einem Sturz am Dienstagmorgen mit einer 1:39,255 Vierter. Eine Top-Mannschaft, die in Misano an der Spitze definitiv fehlte, ist GMT 94, die mit Jules Cluzel und Federico Caricasulo erstmals in Navarra testet. Dort wird in dieser Saison erstmals ein WorldSBK-Rennwochenende stattfinden.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Puccetti Racing

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