Für Thomas Gradinger war der Saisonstart ein kleines Desaster. Der Österreicher kam nur mäßig auf Touren und musste das Wochenende schließlich sogar vorzeitig abbrechen.

Die Rückkehr ins WorldSSP-Paddock hatte sich Thomas Gradinger sicher anders vorgestellt. Nach den spärlichen Testtagen im Winter sollte es in Aragón endlich wieder losgehen. Im Training fehlten dem ehemaligen deutschen Supersport-Meister 2.7 Sekunden auf die Spitze, ein Rückstand, der eine große Herausforderung darstellte.

Am Ende der Superpole stand für Gradinger Position 22. Im ersten Lauf am Samstag wollte er Positionen gutmachen, kam dabei aber zu Sturz: „Schade und es tut mir leid für das Team, dass der Tag mit einem Sturz im Rennen zu Ende gegangen ist.“, meinte der 24-Jährige wehmütig. „Dieser Fehler geht ganz klar auf meine Kappe, da gibt es nichts herumzureden“

Aus dem ersten Rennsamstag des Jahres konnte Gradinger dennoch etwas positives ziehen: „Wir haben mit dem Motorrad wieder einen Schritt vorwärts gemacht. Mein Crew-Chief und unser Datentechniker arbeiten unermüdlich und haben ein paar Verbesserungen gefunden. Auf der anderen Seite tauchen wiederum woanders Problemstellen auf, für die es nun Lösungen zu finden gilt. Daher kommen wir nur in kleinen Schritten voran.“

Mit der Gesamtsituation war Gradinger allerdings nicht zufrieden: „Ich bin nicht hier, um mich mit einer Platzierung im hinteren Feld abzufinden. Nachdem ich anfänglich mit Leuten wie Krummenacher, Herrera und Manfredi mithalten konnte, musste ich auch das Limit suchen. Mit dieser Gruppe wäre ich am Ende in den Punkten gelandet. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich weit nach vorne kommen kann, dann will ich das auch umsetzen.“

Eine zweite Chance blieb Gradinger am Sonntag verwehrt. Die Wetterbedingungen hatten sich über Nacht verschlechtert und Regen hatte die Strecke rutschig gemacht. Im Warm Up rutschte Gradinger ausgangs der Corkscrew-Kurve des Hinterrad weg, fing sich wieder und der Österreicher wurde per Highsider abgeworfen. Wegen starker Schmerzen im Fuß – Gradinger konnte nicht richtig auftreten und es scheint, als wurde ein Haarriss gefunden – wurde er für unfit erklärt.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Václav Duska

 

 

 

 

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