Jonathan Rea steht beim ersten Superbike-Lauf in Estoril auf der Pole Position. Der Kawasaki-Pilot fuhr mit einer 1:35,876 einen neuen Streckenrekord.

Einfach war der Weg zur Pole für den sechsfachen Champion Rea nicht. Zwar hatte er im ersten Outing die Bestzeit inne, wurde dann jedoch verdrängt. Niemand anderes als Vizeweltmeister Scott Redding hatte sich an die Spitze geschoben und im Ducatiformationsflug auch den Independent-Fahrer Tito Rabat in die Top 5 gezogen.

Rea machte sich anschließend daran, auf die Redding-Zeit zu kontern. Mit dem Qualifying-Reifen gelang ihm dies auch bei noch zwei Minuten auf der Uhr.“Ich fühle mich ziemlich gut. Wir haben heute morgen einen Schritt mit dem Bike gemacht. Ich muss meiner Crew danken, denn ich fühle mich wohler, als ich das hier je getan habe. Ich bin sogar ein bisschen in den Flow gekommen.“

Redding konnte seinerseits nicht nachlegen und belegte Platz zwei. „Ich bin nicht super zufrieden mit der Runde, um ehrlich zu sein. Schon mit dem ersten Reifen habe ich mich nicht so wohl gefühlt. Alles in allem bin ich aber zufrieden, denn letztes Jahr bin ich im Quali gestürzt und musste von hinten starten. Dieses Mal sollte ich leichteres Spiel haben aus Reihe eins.“

Fuhr in letzter Minute von Platz 19 in Reihe zwei: Toprak Razgatlioglu (© Yamaha)

Auf Position drei landete Alex Lowes, der zum ersten Mal seit Portimao im letzten Jahr den Sprung in Startreihe eins schaffte. „Ich fühle mich gut mit dem Bike“, verriet der Brite. „Mit dem Rennreifen bin ich ein bisschen im Verkehr hängen geblieben. Das war ein gutes Training für später. Mit der Rundenzeit auf dem Q-Reifen bin ich zufrieden.“. Der vierte Platz in der Superpole ging an Toprak Razgatlioglu (Yamaha), der keine einfache Session erlebte. Erst in seiner allerletzten Runde schaffte der Türke eine Zeitenverbesserung und kletterte von Platz 19 aus in die zweite Startreihe.

Hinter Toprak qualifizierte sich Garrett Gerloff (Yamaha) gefolgt von Tom Sykes (BMW) und Michael Rinaldi. Jonas Folger (BMW) konnte im Kampf um die Top-Positionen nicht wirklich mitreden, liegt in der Startaufstellung als 13. aber noch vor Werksfahrer Michael van der Mark.

Ein Faktor, der in der Superpole-Sitzung viel besprochen wurde, war der Wind. Zwar blieb es bei 18 Grad Lufttemperatur trocken, doch die Böen machten den Piloten zu schaffen, „Der Wind ist ein bisschen tricky und böig. In Turn eins weiß man nicht, ob man Gegen- oder Rückenwind hat“, kommentierte Scott Redding. Auch Polesetter Rea unterstrich dies: „Die Bedingungen sind hart. Der Wind ist nicht konstant. In der einen Runde denkst Du, Du kannst Dich voll reinhängen, in der anderen wir Dein Bike weggeweht. Es ist aber für alle gleich.“

 

Hier die Top 10 der Superpole

  1. Jonathan Rea (Kawasaki) 1’35.876
  2. Scott Redding (Ducati) + 0.171
  3. Alex Lowes (Kawasaki) + 0.178
  4. Toprak Razgatlioglu (Yamaha) + 0.288
  5. Garrett Gerloff (Yamaha) + 0.474
  6. Tom Sykes (BMW) + 0.493
  7. Michael Rinalid (Ducati) + 0.656
  8. Eugene Laverty (BMW) + 0.728
  9. Lucas Mahias (Kawasaki) + 0.987
  10. Tito Rabat (Ducati) + 1.016

13. Jonas Folger (BMW) + 1.252

 

Der erste Superbike-Lauf startet um 15:00 mitteleuropäischer Sommerzeit.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Kawasaki Racing Team KRT

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