Die Superbike-WM in Most steht an. Für viele deutsche Piloten ist es die nahegelendste Saisonstation der Saison 2021, weshalb in allen Klassen Wildcards angemeldet wurden. Jemand, der sich ganz besonders auf das Wochenende freut, ist Marvin Fritz. Er geht für das Yamaha Austria Racing-Team an der Seite von Karel Hanika an den Start.„Ich freue mich wirklich sehr auf Most. Es ist, als würde für mich ein Traum in Erfüllung gehen.“ freut sich Fritz. Schon in der Vergangenheit war Marvin Fritz im Superbike-WM-Paddock anzutreffen: 2017 fuhr er eine Saison für Yamaha in der Superstock 1000 EM und beendete sie auf Gesamtrang 15. Danach war der 28-Jährige vor allem in der Endurance-WM am Start.

„Ich kenne das Level einiger Fahrer aus Suzuka, aber es wird interessant sein, die unterschiedlichen Performances der Motorräder zu sein. Ich bin schon in Most gefahren und habe 2007 in der 125ccm IDM Rennen absolviert. Trotzdem bin ich nicht so viele Runden gefahren. Wir werden also sehen.“, erklärte er. Unterwegs sein wird Fritz auf der Maschine, auf der er die Langstrecken-WM (EWC) bestreitet. Allerdings werden sich er und sein Teamkollege Karel Hanika auf den Umstieg auf die Pirelli-Reifen einstellen müssen, denn in der EWC fahren sie Bridgestone-Reifen. 

Umso wichtiger ist für Marvin Fritz die Streckenkenntnis: „Die Strecke ist sehr schön. Aus der Hairpin heraus im hinteren Streckenteil ist eine sehr flüssige Sektion, die Spaß macht. Auf die erste Schikane wird man schauen müssen. Man muss sehr hart bremsen und der Asphalt ist nicht so toll, was schade ist, denn der Rest der Strecke macht viel Spaß. Ich möchte YART und allen danken, die das möglich gemacht haben. Ich kann es nicht erwarten, dass es los geht.“

„Wir sind gespannt, wie unser Projekt „Endurance trifft WorldSBK“ laufen wird.“, so Mandy Kainz, Teamchef bei YART. „WM-Punkte wären für uns wie ein Sieg, weil wir auf dem Papier klar unterlegen sind. Unser Ziel ist, zu sehen, wie die zwei schnellsten Endurance-Piloten auf den schnellsten EWC-Bikes unter den World Superbikern abschneiden.“, fährt der Österreicher fort. Sein Team hat in den letzten sechs EWC-Rennen fünf Pole Positions geholt und auch die schnellsten Rundenzeiten gingen auf das Konto von Fritz und Hanika. In den beiden 2021 gefahrenen EWC-Läufen lief es jedoch nicht wirklich rund. Ein Ausfall in Le Mans und ein 10. Platz in Estoril stehen dem Team zu Buche. Für Most werden neben den neuen Reifen auch noch andere Detailänderungen am Motorrad notwendig sein. „Wir erwarten keine Wunder, aber wir scheuen auch den Vergleich mit den anderen nicht.“, kommentiert Kainz.

 

Text: Dominik Lack

Foto: YART

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