Einen versöhnlichen Abschluss des Rennwochenendes erlebte Jonas Folger am Sonntag in Jerez. Nach wenig aussichtsreichen Trainingsergebnissen konnte der Deutsche in beiden Rennen in die Punkte fahren.Der erste Lauf wurde außerplanmäßig am Sonntag um elf gestartet. Folger ging von Position 14 aus ins Rennen, verlor in der Anfangsphase allerdings einige Plätze: „Die ersten Runden waren leider nicht wie erhofft, da es mit neuen Reifen schwierig war, guten Grip zu generieren, sowie die Situation zunächst etwas unkontrolliert war. Nach fünf, sechs Runden konnte ich aber meinen Rhythmus finden und spürte auch das Motorrad deutlich besser.“, kommentierte der Bayer.

Im weiteren Rennverlauf schaffte es Jonas Folger, ein Paar Positionen gutzumachen und profitierte auch von einigen Ausfällen. Die Zielflagge sah er als 14. und holte damit zwei WM-Zähler. Den ersten Lauf nahm Folger wie eine Generalprobe: „Nach dem ersten Rennen wussten wir, welche Richtung wir einschlagen müssen. Es war wichtig, bereits am Vormittag hilfreiche Erfahrungen zu sammeln und mit starken Fahrern gekämpft zu haben. Es war ein deutlicher Unterschied zu erkennen.“, so der 28-Jährige.

Mit ausreichend Selbstvertrauen ging er denn auch in den zweiten Lauf, der bei deutlich höheren Temperaturen am frühen Nachmittag startete. Zunächst begann das Rennen erneut ernüchternd, denn wieder verlor Folger an Boden. Als Ursache benannte er mangelnden Grip in den ersten Runden. „Danach konnte ich aber ein starkes Rennen fahren. Es hat Spaß gemacht, ich war in Lage zu überholen und konnte bis zum Schluss sogar noch zu Leon Haslam und Eugene Laverty stark aufholen. Ein, zwei Runden mehr, wer weiß was noch möglich gewesen wäre. Das hat gezeigt, dass es dieses Wochenende wirklich gut funktioniert hat, was wir umgesetzt haben. Es war um Einiges besser als zuvor in der Saison.“

Die Freude über den eingefahrenen 13. Platz schlägt allerdings noch höhere Wellen, denn Folger hofft darauf, dass nun endlich der Knoten platzen könnte. „Wir haben einen deutlichen Fortschritt gemacht. Es ist schön zu sehen, dass wir uns ab der Superpole mit jeder Session konstant gut steigern konnten. Der Blick auf die Rundenzeiten in den Rennen stimmt mich sehr zuversichtlich, obwohl wir nächste Woche in Portimao wieder von null anfangen müssen, da ich die Strecke dort nicht kenne.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Bonovo Action/MGM Racing Performance

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.