Für die Piloten des Superbike-Paddocks war das Wochenende von Argentinien das erste Übersee-Rennen seit Phillip Island 2020. Für Supersport-WM-Pilot Philipp Öttl lief die vorletzte Saisonstation 2021 alles andere als rund.

Für wie so einige WorldSSP-Piloten war auch für Öttl der Kurs El Villicum nahe der Stadt San Juan neu. Das ganze Wochenende hatte der Puccetti-Kawasaki-Pilot Probleme, sich auf dem ungewohnten Terrain zurechtzufinden. Besonders die harten Anbremszonen, zum Beispiel nach Start-Ziel machten es ihm zu schaffen. „Argentinien war für mich das schwierigste Wochenende seit ich in der Supersport WM bin. Ich konnte bereits in den Trainings kaum mehr als drei Runden am Stück schnell fahren. Mein linker Oberarm hat geschmerzt und ich konnte mich beim Bremsen kaum abstützen.“, kommentierte Öttl.

Los ging es für den Deutschen mit Platz 15 in den freien Trainings, 1,8 Sekunden hinter der Spitze. Es folgte eine leichte Steigerung in der Superpole-Session, bei der Öttl den elften Startplatz herausholen konnte. Im ersten Rennen konnte er erst vorn mithalten, dann jedoch wurden die Schmerzen im Arm schlimmer und er musste einen Gegner nach dem anderen ziehen lassen. Ähnlich lief es im zweiten Lauf, bei dem jedoch noch eine weitere Schwierigkeit hinzukam, denn durch den Sturz von Manuel Gonzalez und Steven Odendaal musste Öttl in Kurve eins weit gehen und verlor viel Zeit.

Das größte Problem des Wochenendes bestand laut Öttl in den Schmerzen im linken Arm: „Das ist über die Renndistanz immer schlimmer geworden. Dennoch habe ich mich bemüht und bin über die drei Tage auch immer besser mit der Strecke zurechtgekommen. Den Rückstand konnte ich stetig reduzieren. Der Argentinien-Trip war sehr anstrengend. Zum Glück bleibt Zeit zum regenerieren”.

Für die letzte Saisonstation geht es auf eine Strecke, die für das gesamte Paddock neu ist. Der Madalika-Circuit in Indonesien wird vom 19.-21. Novemeber Austragungsort des WM-Finales. Für Philipp Öttl geht es immer noch um den dritten WM-Rang. In der Gesamtwertung liegt er auf Position 5, auf den Drittplatzierten Gonzalez fehlen 34 Punkte.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Puccetti Racing

 

 

 

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