In Jerez de la Frontera kam die neu formierte Honda-Paarung der Superbike-WM erstmals zusammen. Iker Lecuona und Xavi Vierge sammelten erste Eindrücke mit der CBR1000RR-R.

Die erste Testfahrt auf dem HRC-Superbike verlief für Iker Lecuona nicht nach Plan. Der Ex-MotoGP-Fahrer hatte sich auf sein Debüt gefreut, kam aber schon am ersten Tag in Kurve 12 zu Sturz. Beim Crash in der schnellen Rechtskurve zog sich Lecuona eine Fraktur im linken kleinen Finger zu. Dadurch war der Spanier gezwungen, den Mittwoch frühzeitig abzubrechen und auch am Donnerstag hielt er nicht lange durch. Den Freitag verpasste er gänzlich. Als Bestzeit wurde bei Lecuona eine 1’40.430 gemessen. Diese zeit hätte ihn am Rennwochenende im September unter die Top 10 des freien Trainings gebracht. Nur marginal schneller sei laut Medienberichten Teamkollege Xavi Vierge unterwegs gewesen, der Freitag als einziger HRC-Pilot auf der Strecke unterwegs war. Bei ihm steht eine 1’40.228 auf der Uhr.

„Die Rundenzeiten waren sofort gut, aber das war nicht unser Ziel und darum haben wir darauf nicht gepocht. Es ging darum, das Bike, die Reifen und die Veränderungen zu verstehen, die wir vor allem in Bezug auf die Elektronik zum jetzigen Zeitpunkt gemacht haben.“, verriet Camier, HRC-Teammanager Leon Camier.

Das HRC-Team verwendete beim Team Showa-Federelemente, nachdem man 2020 und 2021 mit Öhlins unterwegs gewesen war. Als Grundlage des Tests diente das aktuelle Bike, mit dem Lecuona und Vierge ein Gefühl für das Basis-Setup erlangen konnten. Mit den Informationen, die die beiden geliefert haben, werde man nun evaluieren, welche Neuerungen am Bike vorgenommen werden, erklärte Camier. „Im Wesentlichen hatten wir einen guten Start. Sowohl Iker als auch Xavi haben sich sehr schnell an das Bike und das Team angepasst. Man konnte spüren, dass sie sehr motiviert sind.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: WorldSBK.com

 

 

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