Als Dominique Aegerter nach dem ersten Rennen von Aragón seine Lederkombi betrachtete, sah er einige Kampfspuren. Der Grund: Die letzte Kurve, in der er mit Lorenzo Baldassari zusammenstieß. Während „Balda“ trotz eines Beinahe-Sturzes den Sieg einfuhr, blieb Aegerter der zweite Platz.

„Die letzte Kurve war kritisch.“, kommentierte der amtierende Supersport-Weltmeister. „Wir haben bis zum bitteren Ende gekämpft und Baldassarri hat die Front verloren. Dabei hat er mich an der Schulter berührt und meine Lederkombi wurde angekratzt. Wir hatten verdammt viel Glück, denn wir konnten neben die Strecke gehen und ich bin Zweiter geworden.“

Das Rennen begann für Aegerter mit einem Dreikampf. Can Öncü (Kawasaki) hatte die Führung übernommen und schaffte es sogar kurzfristig, sich einige Meter Luft zu verschaffen. Ab Rennmitte allerdings holten Lorenzo Baldassari und Aegerter auf und lieferten sich ein Duell bis zum Schluss. Aegerter holte zwanzig Punkte. „Ich denke, dass alles fair ablief. Klar wäre ich noch glücklicher, wenn ich gewonnen hätte. Die Saison ist aber lang und zwanzig Punkte sind wichtig. Vielen Dank an Ten Kate Racing Yamaha. Sie haben einen tollen Job gemacht und ein tolles Bike aufgebaut. Das Paket war viel besser als letztes Jahr. Ich kann das zweite Rennen und einen weiteren Kampf um den Sieg gar nicht erwarten“, so der 31-Jährige.

Weiter geht es für die Supersport-WM-Piloten am Sonntag mit dem zweiten Rennen. Dieses findet allerdings etwas früher statt (12:30). Aegerter sieht noch Handlungsbedarf. „Morgen haben wir eine zweite Chance und ich werde versuchen, besser zu sein. Wir müssen noch unsere Hausaufgaben machen., denn auf der Gegengeraden verliere ich beim Beschleunigen aus der Kurve an Speed. Ich werde dahingehend meinen Fahrstil etwas verändern.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Ten Kate Racing Yamaha

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