Im Motorland Aragón versuchte Marcel Brenner heute alles, um einen Saisonauftakt nach Maß zu feiern. Der VFT Racing-Yamaha-Pilot zeigte eine starke Performance, auch wenn er im ersten Saisonrennen mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert wurde.

Für Marcel Brenner startete der erste Renntag der neuen Supersport-WM-Saison mit einer starken Superpole. In der 20-minütigen Session konnte der 24-Jährige eine Rundenzeit von 1’53.839 fahren. Über den sechsten Startplatz freute sich Brenner sehr: <Das war endlich mal ein Qualifying, das gut lief. Im vergangenen Jahr war ich maximal 13. oder 14. und das war ziemlich schwierig für mich. Der sechste Platz war der Wahnsinn!“

Der Plan war, die gute Startposition im ersten Rennen am Nachmittag in ein gutes Ergebnis umzumünzen. Zunächst schien Brenners Ziel erreichbar: „Ich bin super gut ins Rennen gestartet und war dann hinter Caricasulo, der aber den Speed leider nicht hatte. Ich wollte vorbei, weil er bestimmt eine halbe Sekunde langsamer gefahren ist als ich.“, schilderte er. Brenner lag hinter dem Italiener auf der sechsten Position, während sich vorn das Spitzentrio aus Öncü, Baldassarri und Aegerter langsam von Glenn van Straalen löste.

Für Marcel Brenner lautete die Devise, einen Weg an Caricasulo vorbeizufinden. Kein leichtes Unterfangen, wie der Schweizer berichtete: „Ich kam nicht vorbei, weil das Motorrad auf der Geraden einfach nicht lief. Von hinten drückten gleichzeitig schon die Anderen, die dann auch auf der Geraden vorbeigegangen sind. Ich habe den Rhythmus verloren und konnte mich gar nicht mehr richtig sortieren. Zweimal bin ich geradeaus gegangen.“

Brenner wurde zurückgeworfen bis auf Position 18, die er sechs Runden lag belegte. Am Ende sah er die Zielflagge als 17. Besonders bitter: Die Pace sei da! „Ohne die Fehler wären wir sicher in die Top 10 gekommen, die haben uns endgültig den Strich durch die Rechnung gemacht. Unser Speed reicht eigentlich für die Top 5, aber durch den Topspeedverlust war es heute einfach schwierig. Würde ich alleine fahren, hätte ich keine Probleme. Wenn man aber acht Fahrer hinter sich hat, die unbedingt nach vorne wollen, sagen die nicht: „Der Marcel ist schnell, da bleiben wir hinten dran auf der Geraden.“ Während sie kinderleicht auf der Geraden vorbeigehen konnten, war es für mich im Windschatten unmöglich, überhaupt heranzukommen.“

Nun schaut Marcel Brenner auf den zweiten Renntag, denn Sonntag um 12:30 bekommt er eine weitere Chance, sich zu beweisen. „Hätte hätte, Fahrradkette: Morgen mache ich es besser! Meine Mechaniker schauen jetzt, was das Problem ist und dann wird morgen alles gut.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: VFT Racing Team

 

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