In einem hart umkämpften Supersport300 Rennen lagen zeitweise 17 Piloten innerhalb von nur 2 Sekunden und alle hatten somit eine Chance auf den Sieg. Während Lehmann munter mitkämpfte, war für Geiger schon früh Feierabend.

Der Rookie Lehmann war vom 25. Startplatz aus ins Rennen gegangen und hatte sich entsprechend vorgearbeitet. Zeitweise kam Lehmann schon auf Rang 9 liegend über die Start/Ziellinie gefahren, allerdings änderten sich die Positionen von Kurve zu Kurve. In der letzten Runde hatte vor der „Geert-Timmer Schikane“ der Yamaha Pilot Alvaro Diaz die Nase vorne, wurde aber bis zum Zielstrich noch von Hugo de Cancellis (Kawasaki) ausbeschleunigt! Dieser gewann am Ende um den Hauch von nur 0,002sec vor Diaz. Auf Rang 3 reihte sich Okaya aus dem MTM Kawasaki Team ein.

Lennox Lehmann verpasste es in der Schlussphase etwas sich im Fahrerfeld weiter vorne zu positionieren, beendete das Rennen aber noch auf dem 10. Rang und fuhr somit abermals satt in die Punkte.
Für Dirk Geiger hingegen war das Rennen schon nach knapp 2 Runden vorbei. Der Kawasaki Pilot zeigte sich angriffslustig und hatte zuvor ein Überholmanöver zu Rang 3 angesetzt, als ihm in Kurve 8 das Hinterrad wegrutschte und er die Ninja 400 im niederländischen Kies versenkte. Wir trafen ihn an seiner Box mit einer großen Schlinge um den rechten Arm.

„Es tut mir wirklich Leid für mein Team bei ihrem Heimrennen! Zwei Nuller das ist richtig Mist!
Wir waren das Wochenende gut drauf, ich fühlte mich gut und zweimal bin ich in aussichtsreicher Position gestürzt. gab Geiger nach dem Rennen reumütig zu Protokoll.
Der Mannheimer rutschte über den Boden und überschlug sich am Ende nur genau einmal. Aber dieses eine Mal sollte Folgen haben.
„Ich guckte nach rechts und dachte das Bike würde auf mich zukommen, kam es aber nicht. Ich machte nur diesen einen Purzelbaum und genau dabei habe ich mir das rechte Schlüsselbein gebrochen! Es ist dieselbe Fraktur wie ich schon mal hatte. Zum Glück ist der Bruch gerade und der Knochen hat sich nicht verschoben. Stand jetzt möchte ich mich aufjedenfall operieren lassen und bin ich zuversichtlich in 4 Woche in Estoril wieder mit dabei zu sein.“

Die Ergebnisse vom zweiten Rennen gibt es HIER und den neuen WM-Stand HIER.

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

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