Portrait photo of Bulega in the Ducati pitbox

Für Nicolo Bulega (Aruba.it Racing–Ducati) hätte der Freitag auf dem Cremona Circuit deutlich besser laufen können. Der WM‑Leader zeigte zwar Speed, fand sich aber auch zweimal im Kiesbett wieder.

WorldSBK Cremona: Bulega „im Moment einfach nur wütend“

Im ersten Freien Training lag Nicolo Bulega weniger als drei Zehntel hinter Teamkollege Iker Lecuona. Der Abstand der beiden Roten spiegelte jedoch nicht wider, wie unruhig Bulegas Tag wirklich verlief. Zum Ende der FP1-Session rutschte er aus und auch am Nachmittag im FP2 kam er zu Sturz. „Das Gefühl war nicht das beste. Ich konnte nicht so fahren, wie ich wollte, also arbeiten wir daran, es zu verbessern“, erklärte der WM-Leader, der insbesondere im FP2 sichtlich unzufrieden war.

Dass Lecuona beide Sessions dominierte, überraschte Bulega nicht: „Iker war hier letztes Jahr mit seinem alten Bike stark, also denke ich, dass er diese Strecke sehr mag. Wenn ich zu 100 Prozent fahren kann, kann ich an ihm dranbleiben.“ Genau besagte 100% gelangen Bulega am Freitag allerdings noch nicht. Stattdessen verlor er zusätzliche Streckenzeit: Während Lecuona insgesamt 48 Runden drehte, waren es bei Bulega nur 28.

Trotzdem steht für den 26-Jährigen am Ende Platz zwei. Weiter geht es nach dem FP3 am Samstag in der TISSOT Superpole: „Die Superpole ist immer wichtig, aber hier, wo die ersten Kurven etwas eng sind, ist eine gute Startposition morgen besonders wichtig“, sagte Bulega, der in Cremona den WorldSBK-Titel dingfest machen möchte.

Daran ist jedoch vorerst noch nicht zu denken: „Im Moment bin ich einfach nur wütend über heute und konzentriere mich darauf, wieder ein gutes Gefühl mit dem Bike zu bekommen. Danach denke ich über die anderen Dinge nach.“

Hier geht es zur kombinierten Zeitenliste.

Text: Dominik Lack

Foto: Ducati Media House

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