WSSP-Assen: Rubin „es wäre mehr drin gewesen“

Daniel Rubin aus dem hauseigenen Rubin Racing Team nimmt an diesem Wochenende als zweiter Deutscher Pilot neben Christian Stange, an der Supersport-WM teil. Der IDM-Vizemeister aus dem letzten Jahr fuhr in der Superpole eine 1.41,281sec und landete damit auf Rang 21. Wir sprachen danach mit dem Yamaha Piloten über sein bisheriges Wochenenden und den Wildcardeinsatz.

Daniel, wie lief dein Tag heute bei den schwierigen Bedingungen mit dem Abbruch der Superpole und dem anschließend einsetzenden Regen und Schnee?

Ja also wie du schon sagtest, Schneeregen und nur 4-5Grad, das Wetter könnte besser sein. Ich war aber erstaunt, dass es trotzdessen relativ zu fahren war auf der Strecke und die Spitzenfahrer so gute Zeiten raushauten. Also musste mehr gehen und somit bin ich die ersten Runden gut ins Training gestartet. Ich legte gleich eine 1:41er Zeit hin. Danach fuhr ich an die Box und wir zogen einen neuen Hinterradreifen auf. Ich wollte einen Windschatten suchen und hatte mir eine 1:40er Zeit zum Ziel gesetzt, evtl. wäre auch eine 1:39 möglich gewesen. Danach allerdings kam der Abbruch wegen der Ölspur und dem Schneeregen, somit war die Session gelaufen. Es wäre mehr drinnen gewesen, aber immerhin bin ich bester Deutscher.

Ihr habt die Yamaha für den Wildcardeinsatz extra von der IDM Variante für die WM umgebaut. Was habt ihr alles verändert?

Die Basis vom Motorrad wie das Chassis und Fahrwerk sind erstmal gleich. Bei der Elektronik haben wir hier sozusagen eine WM-Firmware auf dem Steuergerät. Hier sind sogar weniger Einstellmöglichkeiten etc. erlaubt als in der IDM. Beim Motor dürfen wir mehr machen wie z.B. an der Nockenwelle oder der Zylinderkopfbearbeitung, weshalb schon ein bissl mehr Leistung vorhanden ist.

Gibt es Vergleichswerte zu anderen Piloten, welche ihr für eure Abstimmung nutzen könntet? Schließlich gibt es insgesamt 12 Yamahas im Feld.

Also wir haben den Lothar Kraus bei uns im Team als Techniker. Er war im letzten Jahr bei Cluzel und Gradinger mit dabei. Das hilft einem schon etwas, denn somit stehen uns zumindest die Data-Recording Werte im Vergleich zum letzten Jahr zur Verfügung. Auch wenn 2018 natürlich ganz andere Witterungsbedingungen vorherrschten, konnten wir schon sehen wo die Schwachpunkte liegen z.b. im Vergleich mit Jules Cluzel.

Was ist dein Ziel für das morgige Rennen? Wollt ihr noch etwas am Motorrad verändern?

Also das Grundsetup steht soweit und auch bei den Reifenmischungen kommt eigentlich nur der SC1 in Frage, weil es hier so kalt ist. Unser Ziel ist es natürlich noch etwas von den besseren Fahrern mitnehmen zu können und trotzdem noch etwas nach vorne zu kommen.

Text: Sebastian Lack

Fotos: Dominik Lack

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