WSBK: Redding „keine Angst vor einem Fight“

Morgen beginnt Scott Reddings erste Superbike-WM-Saison. Der amtierende britische Superbike-Meister genoss bereits am Donnerstag viel Aufmerksamkeit der Medien, gilt er doch als Herausforderer von Weltmeister Jonathan Rea.

In einem Interview mit WorldSBK.com bestätigte Redding die Rolle, die Rea mit seinen fünf WM-Titeln in Folge inne hat: „Jonathan Rea ist für viele Fahrer der Hauptgegner, den es zu schlagen gilt, was seinen vielen WM-Titeln geschuldet ist. Er ist ein toller Fahrer, fährt schlau und kalkuliert. Deswegen hat er auch so viele Titel.“

Gerade in der zweiten Saisonhälfte war Rea oftmals eine Macht und das spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider: 17 Rennsiege und ein Punktevorsprung von 165 WM-Zählern brachten dem Nordiren den erneuten Titelgewinn mit der Kawasaki. Doch gab es auch 2019 zu seiner Hochphase Fahrer, die Rea schlagen konnten. Auf die Frage, ob er denn Rea für unschlagbar halte, hatte Scott Redding eine klare Antwort:

Beim Test auf Phillip Island fehlten Redding 1,4 Sekunden (© Ducati Media House)

„Überhaupt nicht! Wenn ich nicht glauben würde, dass ich ihn schlagen kann, wäre ich nicht hier. Ich glaube, dass diese Saison recht schwierig für mich werden wird, weil ich einige Strecken lernen muss. Ich kann aber einiges erreichen. Es wird wichtig sein, von ihm zu lernen und ihn natürlich am Ende der Saison zu besiegen. Ich bin hier, um die WM zu gewinnen. Das ist mein Hauptziel.“ Das letzte Mal, dass ein Fahrer als Rookie den Titel holte, liegt schon elf Jahre zurück. Damals besiegte der US-Amerikaner Ben Spies den Japaner Noriyuki Haga. Danach gelang das Kunststück niemandem mehr, auch nicht Alvaro Bautista, der letztes Jahr mit der Ducati anfangs allen um die Ohren fuhr.

Es gibt keine 1-zu-1-Rivalität zwischen mir und Johnny

Scott Redding hat das Ziel des WM-Titels vor Augen, macht aber gleichzeitig klar, dass es sich nicht nur um Jonathan Rea drehen wird: „Es gibt keine 1-zu-1-Rivalität zwischen mir und Johnny. Ich mag ihn und wir kommen ganz gut miteinander aus, sowohl auf, als auch neben der Strecke. Es gibt viele talentierte Fahrer im Feld, die auch dieses Jahr den Titel holen können. Mein Job ist es, so oft es geht vorne zu sein.“

Mit seiner lockeren Art bereichert Scott Redding – auch wenn er sich selbst als schüchtern und zurückhaltend beschreibt, zumindest ohne Lederkombi – das Fahrerlager der Superbike-WM. Seinen Rennfahrergeist beschreibt der 29-Jährige folgendermaßen: „Ich bin ein Fahrer, der es mag zu kämpfen und habe keine Angst vor einem Fight mit den anderen Jungs. Für mich ist der Rennsport mehr Spaß und Unterhaltung. Ich glaube, dass wir einiges an Action auf der Strecke sehen werden.“

Auf die Frage, ob er vor dem Saisonstart unter Druck stehe, antwortete Redding: „Gar nicht. Ducati ist ein Hersteller, der gewinnen möchte.“, erklärte er und spielte damit auf die Leidenschaft an, für die Ducati in der Superbike-WM bekannt ist, hat man doch bereits unzählige Erfolge gefeiert und will daran anknüpfen. „Ich als Fahrer kann darauf vertrauen, dass ihr Ziel das gleiche ist wie meins.“ Redding ist sich sicher, dass Rennsiege mit der Ducati möglich sind.“

Zunächst beginnen morgen früh die freien Trainings. In einem guten Testergebnis haben sich Reddings Amibitionen zu Beginn dieser Woche nicht niedergeschlagen. Den Phillip Island-Test beendet er auf Rang sechs. Generell ist der Kurs in Australien eine Strecke, auf der er in der MotoGP immer in den Punkten war. 

 

Text: Dominik Lack

Fotos: Ducati Media House

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