Neben vielen Superbike-WM-Piloten waren auch einige Piloten aus der Supersport-WM auf dem Circuito de Navarra zu Gast. Unter ihnen war auch Dominique Aegerter, der zum ersten Mal auf der spanischen Rennstrecke unterwegs war.„Ich bin froh, dass ich hier zum Testen gekommen bin. Wir werden hier schließlich bald ein Rennen haben und darum ist es wichtig, schon einige Runden mit der Yamaha R6 gefahren zu sein.“ Navarra hat dieses Jahr neu den Weg in den Rennkalender gefunden. 3,933 Kilometer ist die 2010 fertiggestellte Strecke lang. Unter den Piloten gilt sie als Technikkurs:

„Die Strecke ist sehr schön und sehr besonders. Wir sind oft im ersten Gang unterwegs  und es gibt einige sehr harte Anbremszonen. Der erste Sektor ist sehr schnell.“, analysiert Aegerter. Gleichzeitig jedoch macht er einige Herausforderungen aus: „Die Strecke ist recht uneben. Das macht das Setup des Motorrades zu einer schwierigen Angelegenheit. Es ist wichtig, Bremsstabilität zu haben. Auch muss man gut aus den Ecken herauskommen und braucht dafür Grip.“

Mit dem Test ist Dominique Aegerter zufrieden: „Wir hatten aber zwei gute Testtage hier und konnten viele Runden drehen.“ Außerdem, so der Schweizer, haben man viel unterschiedliches am Chassis ausprobieren können und auch mit der Schaltung, den Reifen und der Federung habe man sich beschäftigt. „Das lief sehr positiv.“, zog er Bilanz. „Wir werden nun die Daten analysieren. Auf jeden Fall werden wir bereit sein, wenn es auf diese Strecke zum Rennwochenende geht.“

In Navarra ist das WorldSBK-Paddock im August zu Gast. Dann könnte es im Norden Spaniens noch wärmer werden. Umso wichtiger, dass die Piloten schon am Basis-Setup arbeiten konnten. „Wir hatten Glück, denn das Wetter hat mitgespielt. Morgens war es natürlich noch etwas kühler und der Grip entsprechend besser. Über die Tage war es immer wieder sonnig und mal bewölkt, was gut für die Asphalttemperatur war. Wir konnten also immer dieselben Referenzen ziehen.“, erklärte Aegerter.

In der Supersport-WM geht es als nächstes nach Assen. Für Dominique Aegerter ist das Rennwochenende auf dem TT-Circuit ein besonderer Termin: „Ich freue mich, dass es nach Assen geht, dem Heimrennen von Ten Kate Racing. Dieses Wochenende bin ich schon für das Moto-E-Rennen dort. Ich weiß also schon, wie es auf der Strecke ist. Auch einen eintägigen Test haben wir dort mit unserem Bike schon absolviert. Darum haben ausreichend Daten.“, so der WorldSSP-WM-Leader.

In der Meisterschaft konnte sich Aegerter durch den Doppelsieg in Misano an die Spitze bringen. Auf Steven Odendaal (Yamaha) hat er einen kleinen Vorsprung. „Ich bin sehr zuversichtlich.“, freute er sich. „Natürlich ist es schön, mit 17 Punkten vorn zu sein, aber die WM ist noch sehr lang. Es wird wichtig sein, vorne anzukommen und um den Sieg oder das Podium zu kämpfen. Wenn wir das hinbekommen, können wir sicher am Ende der Saison auch um den WM-Titel kämpfen.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Ten Kate Racing

 

 

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