Adrian Huertas baute beim ersten Lauf der Supersport 300-WM in Magny-Cours seine Führung in der Gesamtwertung aus. Der Spanier verteidigte seine Führung im Rennen heldenhaft und ließ den Gegnern keine Chance.Als die Ampeln ausgingen war es Adrian Huertas, der am besten wegkam. Hinter dem Spanier reihten sich Tom Booth-Amos und Jeffrey Buis ein. Diese Reihenfolge hielt allerdings nicht einmal bis Kurve 5. Dann nämlich begann der Supersport-300-typische Fight um die Spitze. Trotzdem kam Huertas als Führender aus Runde eins wieder. Yamaha-Pilot Kevin Sabatucci musste derweil wegen der Missachtung der Motorenregelung aus der Boxengasse starten.

An der Spitze gaben sich sechs Kawasaki-Piloten die Klinke in die Hand und zur Freude der französischen Fans konnte auch Samuel di Sora ordentlich mitmischen. Ganz anders lief es für Hugo de Cancellis, der schon in Runde zwei mit technischen Problemen ausrollte. In Runde drei mussten Harry Khouri und Allejandro Carrion das Rennen aufgeben, nachdem die Kawasaki-Piloten in der Hairpin aneinander geraten waren. Christian Stange kämpfte unterdessen mit einigen anderen Fahrern um den Anschluss zu Ana Carrascom, die auf Platz 20 lag.

Im Kampf um den Sieg kristallisierte sich Runde für Runde eine Sechsergruppe heraus, in der Bahattin Sofuoglu als einziger die Yamaha-Flaggen hoch hielt. Mit von der Partie waren auch Buis, Booth-Amos, Huertas, di Sora und Yuta Okaya. Einen Ausrutscher hatte mit Johan Gimbert in Runde sechs ein weiterer Franzose zu verzeichnen. Ähnlich ging es kurz darauf auch Victor Rodriguez, der seine Kawasaki im Kiesbett abstellte.

Trotz aller Anstrengungen der Top 6 gelang es der Verfolgergruppe, bei noch fünf zu fahrenden Runden aufzuschließen, auch wenn mit Yeray Ruiz (Yamaha) einer der schnellsten Piloten seine Maschine mit technischen Problemen abstellen musste. Ganz vorn versuchte Adrian Huertas einen Ausreißversuch, der bei allen Unruhen hinter ihm zu funktionieren schien. Als noch vier Runden zu fahren waren, unterlief Jeffrey Buis ein Fehler in Kurve 15. Der Niederländer torpedierte Bahattin Sofuoglu und riss den Türken mit ins Aus. Tom Booth-Amos hatte nun eine Lücke von einer Sekunde zum Führenden zu schließen.

In den letzten Runden lagen die Top 3 aus der Gesamtwertung auch im Rennen hintereinander. Booth-Amos fing Huertas ein und so ging es in einen Last-Lap-Showdown zwischen den beiden Kawasakis. In der Adelaide-Hairpin machte Huertas die Innenspur dicht, sodass Booth-Amos nicht vorbei kam. Auch im letzten Sektor war an ein Überholmanöver nicht zu denken und so gewann Huertas vor Booth-Amos und Samuel di Sora. Christian Stange kämpfte durch die Vielzahl an Ausfällen um Position 16. Am Ende wurde es für den Deutschen der 18. Platz hinter Yamaha-Pilot Mirko Gennai.

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

 

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