Für Dirk Geiger endete am Sonntag in Estoril das dritte Rennwochenende der Supersport-300-WM 2022. Der Deutsche ging mit insgesamt 12 WM-Zählern aus Portugal nach Hause.

Bereits am Freitag lief es gut für Geiger: „Es kam sehr unerwartet, dass ich sofort unter den Top 3 war“, gab er nach dem dritten Platz zu. „Leider haben wir es in der Superpole auf eine Runde nicht ganz so hingekriegt. Da haben wir einfach nicht die richtige Gruppe gefunden. Auch unsere Strategie war nicht gut, was mir letztlich den 25. Startplatz beschert hat.“

Neben dem 25. Startplatz bedeutete auch die Longlap-Penalty keine idealen Voraussetzungen. Diese war Geiger aufgebrummt worden, nachdem er im FP2 zu lange auf der Ideallinie gewartet hatte.

Der Start in den ersten Lauf verlief ordentlich: „Das erste Rennen lief ganz okay. Ich hatte einen guten Start und habe einige Positionen gutmachen können. In der dritten oder vierten Runde habe ich meine Strafe angetreten, was immer schwierig zu timen ist. Zum Glück konnte ich trotzdem an der Führungsgruppe dranbleiben und mich auch Stück für Stück wieder vorarbeiten. Dann ist mir aber leider die Zeit weggerannt und am Ende wurde es nur Platz zehn“, so Geiger.

Weiter ging es am Sonntag. Nachdem er das nasse Warmup aus Vorsicht bezüglich seines operierten Schlüsselbeines ausgelassen hatte, wollte Geiger im zweiten Lauf voll angreifen, doch: „Der Start ins zweite Rennen war nicht ideal. Zwar habe ich keine Plätze verloren, aber auch keine gut gemacht. Tatsächlich habe ich mich gut gefühlt.“, erklärte der 19-Jährige, der erneut eine Aufholjagd startete. „Irgendwann bin ich in den Top 10 angekommen und war sogar schon Siebter. Leider bin ich dort steckengeblieben und nicht weiter vorgekommen.“

Das Geschehen in der eng bepackten Führungsgruppe von bis zu 19 Fahrern stellt für Geiger noch eine Herausforderung dar, wie er selbst zugibt: „Das alles zu timen ist für mich noch extrem schwer. Am Ende bin ich als Siebter auf die Zielgerade gekommen und als Zehnter über die Linie gefahren. Das war ein bisschen blöd gelaufen, aber zwei Top-10-Ergebnisse sind erstmal okay. In Misano werden wir wieder angreifen.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.